Spider-Man: Homecoming

26 Mar 2018
Story
Schauspielerische Leistung
Kamera & Effekte
Genremeistergrad
32%
Hinweis: Es handelt sich hierbei um eine subjektive Einzelmeinung eines Hobby-Bloggers.

Ich persönlich bin schon seit ich Spider-Man halbwegs aussprechen kann ein riesen Fan von Peter Parker und seinen Abenteuern als Spidey. Ich habe als Kind auf RTL jedes Wochenende die Spider-Man Trickserie geschaut und später dann auch die Realverfilmungen geliebt - insbesondere die erste der drei Versuche mit Sam Raimi als Regisseur und Tobey Maguire als Peter Parker. Die spätere Auflage mit Andrew Garfield in der Hauptrolle, fand nicht ganz so sehr den Platz in meinem Comicherzen, war aber noch ok.

Jetzt, da Marvel sich die Rechte von Sony zumindest teilweise wieder zurückgekauft hat, und Spider-Man nun Teil der Avengers sein kann, versucht man einen dritten Anlauf die Geschichte des sympathischen, jungen Superhelden zu verfilmen. Warum das meiner Meinung nach absolut schiefgelaufen ist, wo die hauptsächlichen Schwächen liegen und wo Potential verspielt wurde, werde ich hier versuchen zu erklären.

 

 

Handlung

Peter Parker ist ein junger High-School-Schüler, Außenseiter und Loser. Doch seit dem er von Tony Stark angeworben wurde die Avengers zu unterstützen (Film: Marvel's The Avengers Civil War) ist das einzige was ihn noch interessiert, ein echter Held zu sein. Tony hat ihm dafür einen Hightech-Anzug vermacht mit allerlei Spielereien und ihm versprochen, sobald er wieder für eine Mission gebraucht werden würde, Tony sich bei ihm melden würde. Also wartet der junge Spider-Man mehr oder weniger geduldig auf seinen Heldenruf. Doch leider scheint es keinen Bedarf an seinen Fähigkeiten zu geben, er wird abgewimmelt und vertröstet. Das kann Peter Parker natürlich nicht auf sich sitzen lassen und geht auf eigene Faust los, um Verbrecher zu jagen und dingfest zu machen. Nebenher hat der 15-Jährige auch noch die schier unmögliche Aufgabe zu meistern in der High-School zu bestehen, sich für den Homecoming-Ball vorzubereiten und das Herz seines langjährigen Jugendschwarms zu erobern. Außerdem versucht sich ein rachlüsterner, fliegender Bösewicht mit Spider-Man anzulegen: Vulture. Wie soll das nur alles gut gehen?

Kritik

Also... ich muss gestehen, ich habe mich sehr lange um diese Review gedrückt. Es blutet mir wirklich das Herz eine solch miese Bewertung abgeben zu müssen, aber alles andere wäre einfach gelogen. Es sind aber trotzdem noch sehr wohlwollende 32% geworden. Die Idee Peter Parkers Geschichte bereits in der High-School zu beginnen und trotzdem nicht wieder die Entstehungsgeschichte von Spider-Man und Onkel Bens Tod in einer erneuten Wiederholung aufzuwärmen, war per se ja nicht die Schlechteste. Nur ist es vllt. für erwachsene Fans der Reihe nicht ganz so spannend fast nur mit lästigen Teeny-Problemen konfrontiert zu werden. Für die jüngeren Fans unter euch kann das ja durchaus anders gewesen sein, bei mir ist das so überhaupt nicht auf Gegenliebe gestoßen. Tom Holland in der Hauptrolle macht allerdings seine Sache wirklich toll, er wirkt sehr authentisch, man kauft ihm die Rolle zu jeder Sekunde ab. Auch Michael Keaton als Bösewicht überzeugt. Die weiblichen Nebenrollen und auch der Möchtegern-Sidekick wiederum nerven oftmals nur. Kann in dem Fall aber auch an den Rollen an sich liegen, die besonders im Fall des besten Freundes von Peter, sehr tollpatschig und unüberlegt und unreif gezeichnet sind. Wie für Marvel üblich gibt es optisch nichts zu meckern, deshalb auch für Kamera & Effekte volle Punktzahl. Aber alles in allem, war dies der mit Abstand schlechteste Spider-Man Film aller Zeiten. Und das liegt nicht an Tom Holland, sondern an der miesen Story.

Fazit

Wenn ihr selbst noch im Teenageralter seid, noch zur Schule geht, könntet ihr euch in dem Film evtl. besser wiederfinden als jetzt ich alte Nerdoma mit meinen 34 Jahren. Alle anderen Omas und Opas, die Sam Raimis Verfilmung genau so lieben, wie ich es tue, rate ich von dieser Verfilmung ab. Tut euch das nicht an. Ich wünschte ich hätte es nicht gesehen und könnte in einer wunderbaren Illusion weiterleben, dass es keinen wirklich schlechten Spider-Man-Film geben kann.

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