Star Wars - The Last Jedi – Eine Lanze für ein (un)geliebtes Meisterwerk

29 Apr 2018
Story
Schauspielerische Leistung
Kamera & Effekte
Genremeistergrad
92%
Hinweis: Es handelt sich hierbei um eine subjektive Einzelmeinung eines Hobby-Bloggers.

Viele hassen ihn, doch ich liebe ihn und würde sogar soweit gehen zu sagen, dass er einer der besten, wenn nicht sogar der (!) beste Star Wars Film ist, den ich bisher gesehen habe (was alle bisher veröffentlichten Star Wars Filme & Serien einschließt). Warum das so ist, versuche ich in dieser Review zu erklären. Und ich hoffe damit das Gleichgewicht in der Galaxis wenigstens ein bisschen wieder herzustellen.

Da die Review dieses Mal doch etwas ausufernder wurde, hier ein kurzes Inhaltsverzeichnis für Rosinenpicker und Schnellleser:

 

 

Handlung

Wir befinden uns immer noch im erbitterten Krieg zwischen den Rebellen bzw. dem Widerstand und der Ersten Ordnung. Rey ist auf dem Exilplaneten Ahch-To bei Luke Skywalker angekommen und versucht ihn zu überzeugen den Widerstand zu unterstützen. Poe, Finn und Leia versuchen sich unterdessen gegen die Übermacht der Ersten Ordnung zu behaupten. Wird es Rey gelingen Luke für die Sache des Widersands zu gewinnen? Wird sie zum Jedi ausgebildet? Kann die Erste Ordnung zurückgeschlagen werden?

 

 

Wer es übrigens schwer hat, seinen Lebensgefährten von Star Wars zu überzeugen, um evtl. einen gemeinsamen Filmabend zu genießen, hier ein kleiner Tipp im Cartoon von "Schisslaweng": https://www.schisslaweng.net/im-kern/

 

Kritik

Wenn man Kritiken zu The Last Jedi liest oder auf Youtube schaut, erhält man den Eindruck, dass es bisher kaum einen Star Wars Film gab, der die Fans so aufwühlte und mit scheinbar sehr negativen Gefühlen zurück lies wie dieser. Die Prequel-Trilogie stieß zwar damals bei Fans auch nicht im Geringsten auf Gegenliebe und einige versuchen sich sogar noch heute einzureden, dass diese Filme gar nicht existieren, doch damals lag das alles noch in den Händen des Schöpfers: George Lucas. Also wurde es mehr oder weniger Zähne knirschend geduldet, auch wenn hier und da gewettert wurde z.B. wegen nervtötenden, tollpatschigen neuen Aliens oder komischen Mikroorganismen, die u.a. Jedis ihre Macht verleihen sollten.

Vor einiger Zeit wurde die Marke „Star Wars“ jedoch an Disney verkauft, und seit dem versuchen die Fans auf Biegen und Brechen das Mäusehaar in der „Star Wars Suppe“ zu finden. So kommt es mir jedenfalls vor. Da werden plötzlich Petitionen gestartet, dass Disney den Film aus dem Kanon nehmen soll und generell geschimpft, dass man die Helden unserer Kindheit verunglimpft und die Geschichte nicht respektvoll behandelt. Bisher haben sogar schon über 100.000 Fans diese Petition unterschrieben. Unglaublich, aber nun ja, jeder darf sich ja ein eigenes Urteil bilden.

Gut, ich gebe zu, es mag für viele Fans ein Schlag ins Gesicht gewesen sein, als Disney entschied sehr viele Star Wars Werke (Comics, Romane, etc.) aus dem Kanon zu streichen, damit die Pläne für weitere Filme und Serien in diesem Universum einfacher umgesetzt werden können. Diese Werke sind deshalb ja aber nicht vom Markt genommen oder gar verboten oder dergleichen. Und sie sind deshalb auch nicht plötzlich schlecht. Der Grund für das Ganze ist zudem durchaus nachvollziehbar, denn wenn wir ehrlich sind war kaum ein roter Faden zwischen den einzelnen Stories zu finden, denn viele waren einfach viel zu unterschiedlich oder gar eigenwillig. Das Universum war so wie es war kaum noch zu überblicken. Also musste jemand wohl oder übel ein wenig aufräumen, denn Disney hatte offenbar von Anfang an riesige Pläne mit dem neu eingekauften Franchise, die vermutlich auch nur so umgesetzt werden können.

Der Regisseur und Drehbuchautor des Werks (Rian Johnson) stand vermutlich vor einer großen Herausforderung, als er das Projekt Star Wars Episode VIII „The Last Jedi“ bzw. „Die letzten Jedi“ annahm. Zumal er selbst ein riesiger Star Wars Fan ist. Episode VII wurde zwar allgemein positiv aufgenommen von Fans, aber trotzdem sehr kritisiert, da er viel zu sehr an den Plot des ersten Films („A new Hope“ bzw. „Eine neue Hoffnung“) erinnerte und deshalb oft als reine Kopie bezeichnet wurde. Das wollte man auf jeden Fall bei Episode VIII vermeiden. Und trotzdem sollte noch alles wie aus einem Guss wirken, sich sowohl in die bisherigen Trilogien als auch und vor allem in die neu angefangene Trilogie nahtlos einfügen lassen und den Weg für Episode IX und somit dem Trilogie-Showdown ebnen. Zu allem Überfluss starb leider kurz nach den Dreharbeiten zu Episode VIII Carrie Fisher, welche (wie wir alle ja wissen) Prinzessin bzw. General Leia Organa verkörperte. Leia sollte eine tragende Rolle in Episode IX erhalten, was in Episode VIII bereits vorbereitet werden musste. Der plötzliche Tod Fishers war sicherlich für alle (Familie, Fans, Kollegen, Crew) ein sehr schwer zu verkraftender Schlag. Die Filmcrew stand jetzt vor der Frage: „Was jetzt? Müssen wir Leia aus Episode VIII schreiben? Sie vllt. sogar sterben lassen?“.  Ich persönlich fand es sehr respektvoll der Familie gegenüber, bevor irgendwelche Pläne geschmiedet wurden, zuerst die Angehörigen zu fragen, was Disney tun darf und was nicht. So ist jetzt schon sicher, dass wir keine erneute CGI-Kopie von Leia, wie in Rogue One, sehen müssen. Das hätte ich persönlich auch wirklich pietätlos gefunden.

Nun aber genug der Vorrede. Auf zum Eingemachten – dem Film.

 

1. Allgemeiner Kritikpunkt: Humor

Oft wurde kritisiert, dass der Humor überzogen wäre, Holzhammercharakter hätte, zu unpassenden Momenten eingesetzt würde und vor allem die Bedrohung der Ersten Ordnung konterkarieren würde. Mir persönlich fiel der Humor keines Wegs unangenehm auf. Im Gegenteil fand ich ihn oft sehr erfrischend und überhaupt nicht störend. Auch fand ich nicht, dass damit die Erste Ordnung lächerlicher gewirkt hätte, als ohne hin schon immer. Kylo Ren wirkte auf mich schon von Anfang an eher wie ein verzogener, unreifer Bengel, Hux wie ein cholerischer Gestapo-General mit Profilneurose, Phasma wie – naja – nicht wirklich existent (was ich sehr, sehr schade finde) und Snoke nach wie vor geheimnisvoll und bedrohlich, fast sogar noch mehr als sein Vorgänger der Imperator Palpatine höchst persönlich. Die Gags kommen meiner Meinung nach auch nicht in falschen Momenten und zerstören auch keine traurigen oder sehr ernsten Szenen – sie lockern eher gekonnt, gezielt und – wie ich finde – sogar ganz im Stil von Star Wars den Film auf, bereicherten ihn und rundeten ihn ab. Humor gehört schließlich seit jeher zu Star Wars, das ist wirklich nichts Neues. Und ich finde, dass in diesem Film die Gags nicht flacher oder gar kindlicher wirkten als in jedem anderen Star Wars Film bisher. Auch die „Porgs“ störten mich weniger. Da hatte ich weit mehr Probleme mit Jar-Jar Binks. Dieses Vieh hatte mir zwar ein paar unsterbliche Zitate beschert wie z.B. „Michse geb auf“, aber ansonsten kam mir jede Szene ohne ihn, wie ein Erholungsurlaub vor. Überhaupt waren die Gags in den Prequels oft eher fragwürdig und sehr kindgerecht. Dagegen wirkt jeder noch so scheinbar lächerliche Witz in Episode VIII wie eine meisterlich inszenierte, hoch philosophische Satire. Gut, das könnte nun etwas übertrieben gewesen sein, aber ich hoffe ihr versteht worauf ich hinaus will.

 

2. Allgemeiner Kritikpunkt: Luke Skywalker und das Star Wars Feeling

Ein weiterer Kritikpunkt entnehme ich direkt der Petition: „Episode VIII was a travesty. It completely destroyed the legacy of Luke Skywalker and the Jedi. It destroyed the very reasons most of us, as fans, liked Star Wars.“ Frei übersetzt also: „Episode VIII war ein Zerrbild/eine Karikatur. Die Legende um Luke Skywalker wurde zerstört, die Philosophie, die hinter den Jedi steht wurde zerstört, alle Gründe, weshalb Fans Star Wars lieben wurden zerstört.“  Das wird nun sehr schwer darauf einzugehen, ohne zu spoilern, aber ich werde es versuchen und nur auf Begebenheiten Bezug nehmen, die bereits in Trailern gezeigt wurden oder allgemein bekannt sind. Wenn ich anfange zu spoilern, werde ich das (hoffentlich) ausreichend kennzeichnen. Luke ist der altbekannten Jedi-Tradition gefolgt und ist, wie einst Obi-Wan oder Yoda, ins selbst gewählte Exil geflüchtet. Offensichtlich hatte Lukes Verschwinden etwas mit Kylo-Ren und seiner Entscheidung für die dunkle Seite der Macht zu tun. Wir finden also auf der Insel einen desillusionierten, resignierten Luke vor. Das finde ich durchaus plausibel. Wie wir aus diversen Interviews von Mark Hamill erfahren haben, hatte er, genau wie viele Fans, zunächst Schwierigkeiten mit der Charakterentwicklung seiner Rolle. Doch als er das ganze Skript vorliegen hatte und dann auch später das Endergebnis sah – hat er seine Meinung sehr stark geändert. Er hatte wohl erkannt, dass sich vieles gar nicht anders erklären ließe. Luke ist eben nicht mehr 20 oder 30 Jahre alt, er hat in der Zwischenzeit (mehr als 30 Jahre!) vermutlich einiges erlebt und ich finde, das darf und muss man ihm auch anmerken. Und dass vieles davon nicht positiv war und dass er seinen Neffen an die dunkle Seite verloren hat, muss die Rolle auch für den Zuschauer spürbar als tiefe, nicht verheilte Wunden zeigen. Ansonsten würde es nicht zu Luke passen, meiner Meinung nach. Denn dafür müsste er ein wirklich herz- und gefühlloser Klotz sein, wenn er trotzdem noch optimistisch bliebe, wie einst als Farmjunge auf Tatooine. Dass er nun findet, dass „die Zeit der Jedi zu Ende ist“, oder enden sollte, ist nur eine möglicherweise falsche Schlussfolgerung aus den Erlebnissen, die er durchlebt hat, aber es ist eine nachvollziehbare, die er in den Lektionen für Rey auch erläutert. Was er da erläutert und vor allem wie, spiegelt meiner Meinung nach das wieder, was zumindest ich schon immer über die viel zitierte „Macht“ gedacht habe. Und es wird allgemein unglaublich respektvoll und, wie ich finde, sogar tiefgründig mit dem Thema „Macht“ umgegangen. Das „Star Wars Feeling“ ist gerade in diesen Momenten des Films, meiner Meinung nach, so stark wie noch bei keinem (!) anderen Star Wars Film zuvor. Alles, jede Einstellung, Farbkomposition, Dialoge, alles versprüht aus jeder filmischen Pore das Gefühl der „Macht“ die alles zusammenhält und durchfließt. So nachvollziehbar und erfahrbar habe ich das, was Star Wars zu Star Wars macht nie empfunden. Dass die Legende Luke Skywalker zerstört wurde, kann ich ebenfalls nicht unterschreiben. Im Gegenteil wird er erst durch diesen Film zu einer wahren Jedi-Legende. Was er hier für Kräfte offenbart, war bisher noch nie da gewesen und zeugt davon, dass die Macht tatsächlich nach wie vor sehr stark in dieser Familie ist. Und was ich auch positiv hervorheben muss: Es wurde nie das Wort „Midi-Chlorianer“ verwendet oder auch nur angedeutet! Im Gegenteil wurde hier zum ersten Mal die „Jedi-Religion“ erwähnt und wie gesagt, die „Macht“ nicht als Mikroorganismus, sondern als etwas nicht Greifbares, als etwas alles Um- und Durchfließendes dargestellt. Das finde ich persönlich viel schöner, poetischer und philosophischer.

 

3. Allgemeiner Kritikpunkt: Canto Bight

Ein weiterer Kritikpunkt, der oft erwähnt wird, ist jener, dass der Film künstlich in die Länge gezogen wirkt, besonders durch die Szenen auf dem Casino Planeten Canto Bight, die laut einigen Kritikern keinen erkennbaren Mehrwert für den Storyverlauf liefern würden. Auch hier muss ich widersprechen. Die Szenen auf Canto Bight waren einerseits notwendig, um den neu hinzugekommenen Charakter „Rose“ dem Zuschauer näherzubringen und deren Gefühlswelt zu erklären. Andererseits bereiten die Begebenheiten auf Canto Bight den Weg vor, für die, meiner Meinung nach, sehr gelungene und auch für alle folgenden Filme sehr wichtige Schlussszene. Außerdem erklärt es auch ein wenig die momentane Situation der Galaxis.

 

1. Allgemein unkritischer Punkt: Die Raumschlachten

Was allgemein als eher unkritisch bewertet wird, sind die überaus gelungenen Raumschlachten. Da kann ich zum ersten Mal zustimmen. Gerade im Kino mit 3D wirkten diese unglaublich gut. Man fühlte sich wirklich mittendrin, statt nur dabei. Meiner Meinung nach gehören sie mit zu den besten Raumschlachten von Star Wars, wobei ich auch die Schlachten in Rogue One ähnlich beeindruckend fand, wenn sie auch nicht so explosionsgeladen waren, wie in Episode VIII. In „The Last Jedi“ wird ein regelrechtes Feuerwerk während der Raumschlachten geliefert – ein echtes Fest für Fans, meiner Meinung nach. Ich habe dabei teilweise vergessen zu atmen.

 

Nun zu meinen Negativ-Punkten des Films (Vorsicht Spoiler!)

Wo Licht ist, ist ja bekanntlich auch Schatten. Und auch wenn ich mehr als begeistert von diesem Film bin und einigen Kritiken anderer Fans nicht zustimmen kann, gibt es dennoch auch Punkte, die mich teilweise sogar sehr gestört haben. Auf diese Punkte kann ich allerdings nur eingehen, mit einer ganz kräftigen Spoilerwarnung.

--------------------------------------------------

VORSICHT SPOILER!!! VORSICHT SPOILER!!!

--------------------------------------------------

Bitte ab jetzt nur weiterlesen, wenn ihr den Film bereits gesehen habt, oder euch Spoiler nicht stören!

 

1. Spoiler Kritikpunkt

Es gibt eine Szene im Film, bei der ich zunächst in den Kinositz gedrückt wurde und anschließend auf der Kante des Kinositzes saß. Als die Brücke von Leia’s Schiff von der Ersten Ordnung gesprengt und Leia ins All geschleudert wurde, sank ich im Sitz zusammen und dachte „ok, so haben sie also das Problem gelöst, sie haben sie also doch aus dem Film geschrieben“. Dann, eine Einstellung später regt sich plötzlich etwas in Leia und dann passiert etwas Unglaubliches: Ist es ein Vogel? Ein Flugzeug? Ein Raumschiff? Nein, es ist Leia die ihr Supergirlkostüm vergessen hat, aber trotzdem Flugstunden vorführte. Das war der Moment wo ich fast vom Stuhl plumpste, weil ich auf der Kante saß und es nicht glauben konnte, was ich da sah. Leia hatte bisher nie Anzeichen gezeigt (also zumindest in keinem der Filme), dass sie wüsste wie sie die Macht anwenden kann. Und dann kann sie einfach durchs All fliegen? Nach einer Explosion, bei der sie eigentlich allein schon hätte sterben müssen? Das empfand ich so dermaßen unlogisch, dass es mich noch immer sehr stört. Das hätte man weglassen oder anders aufbauen müssen. Aber wahrscheinlich, sollte sie wohl in Episode IX diese Seite von Leia, die „Macht“-Seite weiter ausbauen und diese Szene sollte dafür vermutlich den Weg ebnen. Für mich war es einfach nur klassisches Deus Ex Machina. Man hätte es im Nachhinein vllt. auch so darstellen können, dass Luke sie aus der Ferne mittels der Macht rettet. Da es direkt nach der Flugszene eine Überblende zu einem meditierenden Luke gibt, wäre das sogar möglich gewesen, meiner Meinung nach. Mir persönlich hätte das so besser gefallen und wäre sogar in gewisser Weise plausibler gewesen. Auch wenn es trotzdem Deus Ex Machina bliebe.

 

2. Spoiler Kritikpunkt

Ein weiterer Kritikpunkt meinerseits wäre, dass die dritte Lektion für Rey einfach fehlt. Diese fiel dem fleißigen Cutter zum Opfer aus Gründen der weiteren Zeitersparnis, um den Film zu kürzen. Meiner Meinung nach ist allerdings gerade diese Lektion die wichtigste gewesen und hätte auf gar keinen Fall rausgeschnitten werden dürfen. Sie ermöglicht sowohl für Rey als auch für Luke eine weitere Charakterentwicklung, erklärt für beide Rollen deren jeweilige nachfolgenden Handlungen, die ohne diese Szene eigentlich eher unverständlich wirken. Außerdem ist es eine sehr interessante Lektion, die sowohl lehrreich (auch für Zuschauer) als auch amüsant umgesetzt wurde. Wirklich sehr schade, dass sie weggefallen ist.

 

3. Spoiler Kritikpunkt

In diesem Film wurden Charaktere mit viel Potential einfach verheizt, ohne große Not: Phasma, Vizeadmiral Holdo und sogar Snoke. Gerade Vizeadmiral Holdo’s Tod, so heroisch und beeindruckend die Todesszene auch war, schmerzte mich sehr. Sie wäre die perfekte Nachfolgerin für Leia gewesen, um den Widerstand anzuführen. Snokes Tod kam überaus überraschend und für mich und viele andere Fans einfach zu früh, denn viel zu viele Fragen bleiben erstmal unbeantwortet, was seine Person angeht. Aber das wird vermutlich die neue Animationsserie „Star Wars Resistance“ richten. Diese soll als Prequel zu Episode VII „Das Erwachen der Macht“ fungieren und diesmal im Stil eines Animes aufgemacht sein. Ausgestrahlt wird sie in den USA im Herbst 2018 auf dem Disney Channel. Ein genauer Termin ist bisher noch nicht bekannt. Auch wann die Serie hier in Deutschland ausgestrahlt wird, ist ebenfalls noch nicht bekannt. Phasma ist ebenfalls ein Charakter, den man bisher noch nicht wirklich kennenlernen durfte und gerade für die Schauspielerin tut es mir unglaublich leid, dass man nie ihr Gesicht sehen durfte oder sie allgemein so wenig Screentime erhalten hatte. Eine echte Verschwendung, denn die Schauspielerin ist klasse, wie wir ja seit Game of Thrones wissen.

 

4. Spoiler Kritikpunkt: Weiterer "allgemeiner" Kritikpunkt (nicht meiner)

Ein Kritikpunkt, den ich schon häufiger bei Fans und Kritikern lesen musste, ist, dass Rey eben doch keine Kenobi oder Skywalker ist, sondern ein „Niemand“. Ich persönlich finde das aber gerade gut. Weil, wieso soll denn plötzlich die „Macht“ nur noch für eben jene Familien reserviert sein? Völlig unlogisch! Ich finde es sehr gut, dass hiermit eine neue Ära eingeläutet wird, bei der nicht mehr nur die Skywalkers im Mittelpunkt der Geschichte stehen, sondern Raum für mehr interessante Charaktere geschaffen wird. Ich hätte es sehr langweilig und öde gefunden, wenn einfach gesagt worden wäre „ja, Rey ist eben Lukes Tochter“. So finde ich es besser.

------------------------------------------------------

SPOILER ENDE

------------------------------------------------------

 

Fazit

Star Wars The Last Jedi ist meiner Meinung nach ein überaus empfehlenswerter Star Wars Film, der zu Unrecht so sehr in der Kritik steht. Auch wenn ich selbst ein paar Kritikpunkte anmerken muss, die mich sehr stören finde ich trotzdem, dass manche Fans viel zu kritisch sind, sich an Kleinigkeiten hochziehen und den Blick für das Wesentliche völlig verloren haben. Wer das „wahre“ Star Wars Feeling sucht, vllt. etwas spirituell veranlagt ist, auf Action und Spannung steht, opulente Raumschlachten liebt und nichts gegen eine Prise Humor hier und da einzuwenden hat, wird mit Star Wars The Last Jedi ganz bestimmt ein Fest der Sinnesorgane erleben. Ich wünsche viel Freude dabei.

Neuen Kommentar schreiben

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Restricted HTML

  • Zulässige HTML-Tags: <a href hreflang> <em> <strong> <cite> <blockquote cite> <code> <ul type> <ol start type> <li> <dl> <dt> <dd> <h2 id> <h3 id> <h4 id> <h5 id> <h6 id>
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Website- und E-Mail-Adressen werden automatisch in Links umgewandelt.